BIG-FOOD-ART
Durch meinen Beruf bedingt habe ich mich mein ganzes Leben mit Nahrungsmitteln beschäftigt. Mit 9 Jahren zog ich aus der damaligen DDR nach Köln. Hier hatte ich das
Gefühl, dies könnte, durch den Überfluss bedingt, das Schlaraffenland sein.
Dieses
Überangebot und die Vielfalt an Lebensmitteln war für mich neu.
Nach Jahren der Eingliederung half mir mein Foodstylist, der eines der besten Restaurants in
Köln hatte, mehr über die vielfältige Küche im Schlaraffenland zu erfahren.
Zu Anfang genoß ich alles in vollen Zügen, wurde ein richtiger Feinschmecker. Verlor aber mit
der Zeit das Maß und musste feststellen, das man eben durch zu übermäßigen Genuß krank werden kann.
1982 begann ich unter dem Thema „Bewußter leben und bewußter essen“ mich mit
Kunstobjekten und Kunst Performance kritisch mit den Nahrungsmittel auseinander zu
setzen.
Der Zwiespalt in mir selbst zwischen dem Überfluß und der Schönheit der Lebensmittel
faszinierte mich. Ebenso erkannte ich, das die Lebensmittel der wichtigste Partner des
Menschen ist. Ein bewußter Umgang mit ihnen ist sehr wichtig. Wenn man nicht das richtige
Maß findet, können dadurch Krankheiten entstehen, die bis zum Tod führen.
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